Es ist so einfach: Man hat eine neue Band endeckt, von der man am liebsten gleich die gesamte Discografie hätte, also geht man ins Internet un lädt sie sich runter. Bestenfalls legal bei einem der größeren Anbieter. Inzwischen sogar ohne DRM. Wenn das mir so geht, schau ich zuerst beim Onlineversandhaus meines Vertrauens nach, was die dazu so im Angebot haben. Und meistens gibts dann die gewünschte CD auch. Und immer öfter gibts das gute Stück auch als mp3-Downloadalbum.

Ganz ehrlich: Mir schauderts bei dem Gedanken ein mp3-Album zu kaufen, und das aus mehreren Gründen. Was ist, wenn die Festplatte hinüber ist? Klar, auch hier kann man wie bei allen digitalen Erzeugnissen argumentieren: “Mach n Backup, Dude, immer backuppen!” Das mag richtig sein, aber mein Bauchgefühl sagt mir was anderes. Und außerdem: Das Gefühl, auf eine CD zu warten, sie dann in den Händen zu halten, das Artwork des Albums zu bewundern und das Booklet zu durchforsten, ist einfach grandios.

MP3s auf dem PC verleiten außerdem dazu, ein Album nicht mehr als das zu sehen, was es ist (oder sein sollte): Ein Gesamtkunstwerk. Im besten Falle hat sich der Künstler Gedanken gemacht, in welcher Reihenfolge seine Lieder auf der CD gelandet sind. Also finde ich es nur richtig und wichtig, den Tonträger ab und an so zu hören wie es gedacht war: PC aus, HIFI-Anlage an, in einem coolen Retrosessel setzen und zurücklehnen.

Bestimmt hat diese Behandlung nicht jedes Album verdient. Bei manchen Alben mag ich tatsächlich nur ein, zwei Lieder. Und dann ist der (legale) Download eine feine Sache.

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