Henry Markram spricht über unser Gehirn. Sehr philosophisch, sehr anregend, einiges zum Nachdenken! Für Biologen und Ingenieure gleichermaßen. In den letzten Minuten legt er noch ne Schippe drauf und zeigt, was passiert, wenn man 10000 Neuronen simuliert und diese mit einem Bild stimuliert. Inzwischen arbeitet er und viele andere im Blue Brain Project mit Intel zusammen, um im Laufe der nächsten Jahre einen Exascalecomputer mit diesem Wissen zu füllen und mehr Neuronen zu simulieren.
Henry Markram says the mysteries of the mind can be solved — soon. Mental illness, memory, perception: they’re made of neurons and electric signals, and he plans to find them with a supercomputer that models all the brain’s 100,000,000,000,000 synapses.
Ich bitte euch alle: Benutzt nicht so unbedacht die Wörter Liebe und Hass. Beides sind so ausdrucksstarke Wörter, aber nicht alles, oder sogar das meiste, ist es nicht Wert, damit bezeichnet zu werden. Ich merke es an mir selbst: Wie oft sage ich: “Ich liiieeeebe Schwarzwälder Kirschtorte!” oder “Ich hasse Montage!”. Aber mit beidem mache ich es mir viel zu einfach.
Die Sprache ist etwas wundervolles und wir sollten ihre Nuancen in Ehren halten. Alles andere wirkt unglaubwürdig. Also ich tät die Schwarzwälder bestimmt nicht heiraten und werde auch keinen persönlichen Rachefeldzug gegen Montage führen.
Wenn ganz links der Hass ist und ganz rechts die Liebe, dann hat es dazwischen unendlich, überabzählbar viele Abstufungen, wir müssen uns nur angewöhnen, sie wieder zu verwenden.
Und zwischen jedem Strich können beliebig viele weitere Einteilungen gemacht werden, jeder wie er es mag.
Wir sind so an Superlativen jeglicher Art gewöhnt, dass sich ein “Ich kann Montage überhaupt nicht leiden!” einfach nach nichts anhört, nach einer schwachen Aussage. Aber nach dem Superlativ, dem Hass, was sollte da noch kommen, für den Fall, dass man etwas wirklich noch weniger als Montage mag (was vorkommen soll!)? Hyperlativ? Genau das bürgert sich ja gerade ein: Boah, Gurken hass’ ich echt mega ultra!
Soetwas beginnt mich zusehends zu stören, auch an mir. Aber wenigstens fällt es mir inzwischen auf, wenn ich so daneben gelangt habe. Benutzen wir solche Wörter doch dann, wenn es sich wirklich lohnt, dadurch wird ihre Bedeutung wieder größer. Es muss etwas besonderes sein, wenn man etwas oder jemanden liebt. Es sollte die Ausnahme sein zu hassen. Wer die Wörter ständig verwendet, weiß sich im Zweifelsfall dann überhaupt nicht mehr zu helfen, was er jemandem sagen sollte, wenn er ihn wirklich liebt.
Also merken:
In einer 1 dimensionalen Emotionsskala gilt für die konträren Emotionen Hass und Liebe:
Jeder, der auch nur einen winzigen kleinen Hauch von Sinn für Landschaftsaufnahmen hat, muss sich dieses Video von Dustin Farrell anschauen. Das ist ein Befehl! Atemberaubende Inszenierungen von einigen bekannten Naturschauplätzen in Arizona und Utah, USA. Full HD und atmosphärischer Sound machen diese HDR Aufnahmen zu einem wahren Stück Kunst. Los los!
Landscapes: Volume 2 is the second of a three part series (probably). Every frame of this video is a raw still from a Canon 5D2 DSLR and processed with Adobe software. In Volume 2 I again show off my beautiful home state of Arizona and I also made several trips to Utah. This video has some iconic landmarks that we have seen before. I felt that showing them again with motion controlled HDR and/or night timelapse would be a new way to see old landmarks.
Auf PSDblast.com gibts 500 kostenlose Webicons.Das da oben stellt eine kleine Auswahl der Icons dar, wie ich finde sehr gelungen und minimalistisch. Und noch dazu im PSD Format als Vektoren! Zuschlagen!
*Edit 14.12.2011: Leider bietet psdblast die Icons nicht mehr an, eine Alternative ist mir noch nicht bekannt
Im folgendene habe ich ein Textfragment gepostet, an welchem ich immer wieder geschrieben habe. Mein Anliegen war es eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, keinesfalls eine abgeschlossene Geschichte.
O. war sich nicht sicher, was gerade passiert war. Er fühlt sich leer im Kopf, unfähig sich auszudrücken.
Nebel drückt durch die kleinen Fenster herein, der Wald scheint an diesem Morgen noch näher zu sein. O. legt das erste Brikett in den kleinen Blechofen in der Ecke der Hütte und beginnt nachzudenken.
Manchmal ist die Welt doch gar nicht so schlecht. Aber besser könnte sie sein, immer besser. Besser ist immer gut. Und größer. Weiter. Schneller.
Der Mann im grauen Anzug steht wieder vor dem Fenster.
Wie ein Gedicht schiebt sich der ein oder andere Gedanken durch die kleinsten Windungen des Gehirns. Manchmal auch schon eher wie eine Made. Ekelhaft.
Schwaden aus Angst und Wut wabern durch die Wildnis, keiner hat das Ausmaß je erkannt. Hass und die Wut, Zorn und Zerstörung kondensieren sich in jenen. Keine Gnade, keine Hoffnung. Es schwirrt und flimmert durch die Welt, was kein Geist je fassen kann. Besinnungslos und gnadenlos steht er da, der Mann in Grau.
Früher war die Welt voller Farben. Sie strahlten in allen Variationen. Der Herbst war stets golden gewesen, schillernd und kräftig, und jeder Regenschauer sättigte dieses Farbenspiel nur noch mehr.
Wie im Rausch. Berauschend. Das wars wohl, aye. Wunderbar erfrischend, erbauend, der Seele hats gut getan! Aber Vergangenem soll man nicht nachtrauern.
Dem Mann in Grau ist es irgendwann zu viel geworden. Es war einfach zu viel Chaos. Und das letzte, was ein Mann in seiner Position dulden konnte war Chaos. Also nahm er sie, die Farben. Alle, restlos.
Ein Reh tapst mit krummem Rücken an O.s Hütte vorbei. Der Mann im grauen Anzug ist aufmerksam, ihm entgeht nichts. Auch nicht das Reh. Er ist riesig. Sein grauer Hut und sein ewig gleicher Spazierstock wachsen mit ihm. Als er die Farben genommen hatte, sah er, dass es noch immer nicht gut war.
Der Duft! Ach was würde ich darum geben, noch einmal das Gras riechen zu können! Oder den Asphalt an einem heißen Tag nach einem Regenschauer!
All jene Düfte, der Duft der Rosen, der Duft einer frischen Wiese, der Duft von Speck in der Pfanne, ja alle diese und alle anderen Gerüche dieser Welt waren eines Tages zum letzten mal gerochen worden. Doch wer konnte es ahnen?
O. wird von diesen ganzen Gedanken an jenem frühen Morgen ganz schlecht. Er nimmt sich vor, fortan weniger zu denken und die angebrochene Flasche Whisky neben seinem Bett, dass mehr mit einem rostigen Metallgestell als mit einem Ort der Ruhe gemeinsam hat, würde ihm dabei ganz sicher helfen.
Schöne Scheiße.
Der Mann in Grau steht im Zimmer, ordentlich streift er sich die Schuhe von den Füßen und stellt sie neben die Tür. Ein Summen erfüllt die Luft, der Boden vibriert fast ein bisschen, ganz zart, man möchte es sich zumindest fast einbilden. Er nimmt seinen Hut ab und hält ihn sich an die Brust. Ohne ein Wort zu sagen alles sagend. O. bebt innerlich.Er fürchtet was da kommt, er weiß es genau.
Nicht auch das noch! Alles nur nicht das!
„Mein alter Freund, lange kennen wir uns schon. Noch bevor geschah, was geschehen musste. Du bist nunmehr so alt wie die Welt selbst und doch bin ich heute bei dir. Es ist nichts mehr da! So höre dieses als letztes: Immer hast du dich gegrämt, lebtest in Angst vor dem was kommen möge. Vieles habe ich dir genommen, doch du erkanntest mein Ansinnen nicht. Nur noch eines kann ich dir nehmen! Befreie dich!“
Seit meinem Geburtstag hab ich jetzt einen Schallplattenspieler und bin sehr glücklich darüber. Den ersten Versuch dazu unternahm ich schon Anfang des Jahres, allerdings kam der dann schon kaputt bei mir an. Vinyls hatte ich mir zwar schon zugelegt, aber diese blieben erstmal ungehört.
Jetzt aber!
Als die ersten Töne der Blues Brothers Platte zu hören waren war ich sofort Feuer und Flamme. Der Ton ist einfach unheimlich satt, vor allem die tiefen Töne. Charmant fällt mir noch ein, um den Sound zu beschreiben. Wer weiß an was das alles liegt, ich möchte jetzt die Vinyl nicht in esotherische Höhen loben, aber die Musik klingt einfach anders, geschmeidiger, voller, wärmer.
Das größere Format lässt auch Platz für mehr künstlerische Freiheit, z.B. bei der Gestaltung des Covers. Manch eines davon möchte ich mir glatt als Bild aufhängen.
Was mich besonders anspricht ist die Art und Weise, wie man damit Musik hört. Allein dadurch, dass es einen gewissen Aufwand darstellt, Musik damit abzuspielen, lässt einen bewusster zuhören. Platte aussuchen, auflegen, säubern, anschalten, Tonarm auflegen und genießen. Ich hab auch festgestellt, dass ich Platten viel mehr von Anfang bis Ende höre, so wie es Gedacht war (vgl. meinen älteren Post). Auch das liegt wahrscheinlich daran, dass es einfach viel aufwendiger ist zwischen Titeln zu springen. Ich empfinde das aber nicht als etwas Schlechtes, sondern als einen handfesten Vorteil. Ich höre bewusster. Bewusster, bewusster. Genau das ist es und ich mag es. Das stellt natürlich auch Ansprüche an die Platte, ich kann mir vorstellen, dass, sollte ich mal eine Platte besitzen, die mich nicht überzeugt, weil nur 1-2 Titel gut sind, ich diese noch weniger hören würde.
Was mir auch eine wahre Freude bereitet ist das Gebrauchtwarenangebot. Es macht mir Spaß auf ebay dieser einen Vinyl nachzujagen um sie dann endlich irgendwann in Händen zu halten. Kosten tut das meistens dann auch nicht viel, denn für viele Menschen ist die Schallplatte wertlose Altlast. Aber für mich sind es Schätze, eine Möglichkeit, Musiklandschaften zu erkunden, die es so heute nicht mehr gibt. Das Stöbern macht mir einfach Spaß und durch den Schallplattenspieler hab ich jetzt eine weitere Gelegenheit dazu.
Insgesamt ist Musik dadurch greifbarer. Ich kann mehr Genießen. Beine hoch und ab dafür!