Wenn ich manchmal nachts von der Stadt zurück aufs Land komme bin ich überwältigt von der Sternenpracht die sich mir bietet, eben auch weil in der Stadt kaum Sterne zu sehen sind. Diesen Effekt nennt man Lichtverschmutzung. Manchmal ist auch besonders schön nachts zu erkennen, wie sich über einer Stadt eine Lichtglocke bildet. In vielen Städten sind die Straßenlaternen zwar optisch schön, aber zu viel ihres Lichts beleuchtet nicht die Straße sondern den Himmel. Das ist sowohl ineffizient, weil Energie nicht für den eigentlich Zweck, der Beleuchtung der Straße, verwendet wird, als auch im höchsten Maße lichtverschmutzend.

Hier bei uns werden nachts um 1.30 Uhr alle Straßenlaternen, außer denen an der Hauptstraße, abgeschaltet. Dies spart Energie und führt zu einem sensationellem Sternenhimmel. Das Bild oben zeigt sehr schön, was man so alles in einer Stadt verpasst. Natürlich ist es in einer Großstadt keine Option die Straßenlaternen abzuschalten. Es gibt aber auch dort Möglichkeiten zur Verbesserung: Laternen, die ihr Licht nach unten durch einen Reflektor zurückwerfen, oder Laternen, die sich per SMS anschalten lassen wenn sie benötigt werden.

Die Lichtverschmutzung stellt außerdem für viele Tiere und Pflanzen ein Problem dar, weil der natürliche Tag/Nacht-Rhythmus nicht mehr vorhanden ist. Auch beim Menschen ist eine Verschlechterung des Schlafs durch helle Nächte zu erkennen.

Hier gibt es weitere Infos zum Thema.

Zum Schluss noch ein beeindruckendes Bild: Es zeigt die Erde bei Nacht und die Beleuchtung der Städte. Man sieht hier sehr gut, wie mit steigender Industrialisierung auch die Beleuchtung der Nacht einhergeht.

(Bilder anklicken um sie zu vergrößern)