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26.Feb.2011 Die Sache mit der Musik und dem Anfassen.

Es ist so einfach: Man hat eine neue Band endeckt, von der man am liebsten gleich die gesamte Discografie hätte, also geht man ins Internet un lädt sie sich runter. Bestenfalls legal bei einem der größeren Anbieter. Inzwischen sogar ohne DRM. Wenn das mir so geht, schau ich zuerst beim Onlineversandhaus meines Vertrauens nach, was die dazu so im Angebot haben. Und meistens gibts dann die gewünschte CD auch. Und immer öfter gibts das gute Stück auch als mp3-Downloadalbum.

Ganz ehrlich: Mir schauderts bei dem Gedanken ein mp3-Album zu kaufen, und das aus mehreren Gründen. Was ist, wenn die Festplatte hinüber ist? Klar, auch hier kann man wie bei allen digitalen Erzeugnissen argumentieren: “Mach n Backup, Dude, immer backuppen!” Das mag richtig sein, aber mein Bauchgefühl sagt mir was anderes. Und außerdem: Das Gefühl, auf eine CD zu warten, sie dann in den Händen zu halten, das Artwork des Albums zu bewundern und das Booklet zu durchforsten, ist einfach grandios.

MP3s auf dem PC verleiten außerdem dazu, ein Album nicht mehr als das zu sehen, was es ist (oder sein sollte): Ein Gesamtkunstwerk. Im besten Falle hat sich der Künstler Gedanken gemacht, in welcher Reihenfolge seine Lieder auf der CD gelandet sind. Also finde ich es nur richtig und wichtig, den Tonträger ab und an so zu hören wie es gedacht war: PC aus, HIFI-Anlage an, in einem coolen Retrosessel setzen und zurücklehnen.

Bestimmt hat diese Behandlung nicht jedes Album verdient. Bei manchen Alben mag ich tatsächlich nur ein, zwei Lieder. Und dann ist der (legale) Download eine feine Sache.

Aber wie immer ist nicht alles Schwarz-Weiß, und so bin auch ich auf mp3-Dateien angewiesen. Meine Album-Neuerwerb-Routine sieht also folgendermaßen aus:

CD auspacken, rein in den PC. Anschließend per Programm (ich empfehle dafür CDex) die CD auf den PC rippen. Und zwar zweimal: Als verlustfreies FLAC Format und als mp3 für mein Handy. Sobald sie in .flac konvertiert ist füge ich diese Dateien in die Bibliothek von Winamp hinzu. Gleich nachdem die CD fertig übertragen ist landet sie in meinem Stand-Alone HIFI CD-Player und wird dann von vorne bis hinten angehört.

Das tolle an der CD ist auch, dass wenn ich morgens aufwache und einfach eine bestimmte Stimmung habe oder erzeugen will, suche ich die passende CD und los gehts. Ganz ohne PC einschalten. Genauso abends oder zu allen anderen Gelegenheiten zu denen ich keinen PC anmachen will. Der PC natürlich bietet mir die Möglichkeit Wiedergabelisten ganz nach meinem Geschmack zu erstellen, dazwischen mal ein Lied bei Youtube einzufügen oder ein Webradio zu hören.

Das ganze lässt sich durch Schallplatten noch ergänzen oder vielleicht sogar steigern. Nicht umsonst bieten immer mehr Bands ihre Alben zusätzlich noch auf Vinyl an, eins ehr gutes Beispiel ist auch das neue “Newspaper Album” King of Limbs von Radiohead. Für 39€ bekommt man das Album auf Vinyl, CD und als Download im .wav Format, dazu gibts noch Artworks und ähnliches. Natürlich ist der Preis recht hoch, aber es wird hier einiges geboten für den Liebhaber. Und wer nur die Musik gut findet, kann sie dort auch als Download-Only kaufen.

Insgesamt lässt sich also sagen: Ich hoffe inständig, dass die CD (oder zumindest ein physisches Medium) nicht ausstirbt und durch Downloads ersetzt wird!

 

There are 4 Comments to "Die Sache mit der Musik und dem Anfassen."

  • Tom says:

    Ich glaube kaum das es ausstribt. Da zum einen ja auch die Vinyl wieder im kommen ist, viele Bands auch kleinere releasen nun Alben auf Vinyl als sonderedition oder ähnlichem.

    Das anfassen ist mir auch sehr wichtig da ich sehr viel, na wie soll ich sagen ohne mich auf ne andere stufe zu heben… Prog Rock höre und generell sehr Spacige und Psychische sachen, generell legen diese bands sehr viel wert auf die erscheinung ihres Datenträgers.

    Ich würde gerne wesentlich mehr Vinyl’s / CD’s bestitzen…. wenn ich einfach das geld dafür hätte. Da muss ich ehrlich sagen kommt mir napster mit 10€ im Monat und soviel musik wie ich will echt entgegen…. Mal sehen obs irgendwann mal fette zeiten gibt :)

    So Long
    Tom

  • Tati says:

    @ tom: hey! aber macht das nich grad die cds besonders wenn man sich eben nich alle musik leisten kann?
    @ bruno: des isch echt scho ne richtige lebensphilosophie bei dir :) )

  • Tom says:

    Ja Tati, das macht es aus. Aber ich hör soviel musik… es läuft eigentlich immer musik egal wo ich bin oder was ich tuhe… ich schlaf sogar zu ihr ein ;) … das ich lieber 10€ Monatlich ausgebe für napster um mir zum beispiel mal eben fix was runterzuladen auf das ich lsut habe Bsp: Prodigy. Aber zum Beispiel Bands hier in meiner Stadt unterstütze ich indem ich Merch/CDS/Sticker etc kaufe aber so “Große” Bands… die leben ja von ihrem Label… Wie gesagt, ich hätte gerne mehr CD’S aber ich hätt noch soviel so gern :) da muss die CD Sammlung erstmal warten ;)

  • Vinyl. says:

    [...] festgestellt, dass ich Platten viel mehr von Anfang bis Ende höre, so wie es Gedacht war (vgl. meinen älteren Post). Auch das liegt wahrscheinlich daran, dass es einfach viel aufwendiger ist zwischen Titeln zu [...]

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