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Trauerspielzeug: Soundropkanal auf Spotify

In letzter Zeit habe ich mich immer mehr an Spotify gewöhnt. Es is schon Klasse, was man da geboten bekommt. Spotify unterstützt auch Apps. Eine dieser Apps nennt sich Soundrop, die quasi ein Radio nach Genre anbietet. Damit hat man aber auch die Möglichkeit Räume selbst zu erstellen.

Und genau das haben wir getan: Einen wilden Mix von allerlei Stilen und Gefühlslagen gibt es im Trauerspielzeug.de-Raum, einfach direkt diesem link folgen. Die Playlist wird regelmäßig ergänzt, jeder kann Lieder hinzufügen und dafür voten, welcher Song als nächstes gespielt wird!

Wer Lust auf ein bisschen Sand im Gehörgang hat und einen ordentlichen Druck auf den Ohren braucht, sollte diesem link folgen. Dort läuft Stoner und alles was damit zu tun hat, Tom ist dabei der Mann im Hintergrund mit dem Geschmack.

Ausprobieren lohnt sich!

O. – Textfragment

Im folgendene habe ich ein Textfragment gepostet, an welchem ich immer wieder geschrieben habe. Mein Anliegen war es eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, keinesfalls eine abgeschlossene Geschichte.

O. war sich nicht sicher, was gerade passiert war. Er fühlt sich leer im Kopf, unfähig sich auszudrücken.

Nebel drückt durch die kleinen Fenster herein, der Wald scheint an diesem Morgen noch näher zu sein. O. legt das erste Brikett in den kleinen Blechofen in der Ecke der Hütte und beginnt nachzudenken.

 Manchmal ist die Welt doch gar nicht so schlecht. Aber besser könnte sie sein, immer besser. Besser ist immer gut. Und größer. Weiter. Schneller.

Der Mann im grauen Anzug steht wieder vor dem Fenster.

Wie ein Gedicht schiebt sich der ein oder andere Gedanken durch die kleinsten Windungen des Gehirns. Manchmal auch schon eher wie eine Made. Ekelhaft.

Schwaden aus Angst und Wut wabern durch die Wildnis, keiner hat das Ausmaß je erkannt. Hass und die Wut, Zorn und Zerstörung kondensieren sich in jenen. Keine Gnade, keine Hoffnung. Es schwirrt und flimmert durch die Welt, was kein Geist je fassen kann. Besinnungslos und gnadenlos steht er da, der Mann in Grau.

Früher war die Welt voller Farben. Sie strahlten in allen Variationen. Der Herbst war stets golden gewesen, schillernd und kräftig, und jeder Regenschauer sättigte dieses Farbenspiel nur noch mehr.

Wie im Rausch. Berauschend. Das wars wohl, aye. Wunderbar erfrischend, erbauend, der Seele hats gut getan! Aber Vergangenem soll man nicht nachtrauern.

Dem Mann in Grau ist es irgendwann zu viel geworden. Es war einfach zu viel Chaos. Und das letzte, was ein Mann in seiner Position dulden konnte war Chaos. Also nahm er sie, die Farben. Alle, restlos.

Ein Reh tapst mit krummem Rücken an O.s Hütte vorbei. Der Mann im grauen Anzug ist aufmerksam, ihm entgeht nichts. Auch nicht das Reh. Er ist riesig. Sein grauer Hut und sein ewig gleicher Spazierstock wachsen mit ihm. Als er die Farben genommen hatte, sah er, dass es noch immer nicht gut war.

 Der Duft! Ach was würde ich darum geben, noch einmal das Gras riechen zu können! Oder den Asphalt an einem heißen Tag nach einem Regenschauer!

All jene Düfte, der Duft der Rosen, der Duft einer frischen Wiese, der Duft von Speck in der Pfanne, ja alle diese und alle anderen Gerüche dieser Welt waren eines Tages zum letzten mal gerochen worden. Doch wer konnte es ahnen?

O. wird von diesen ganzen Gedanken an jenem frühen Morgen ganz schlecht. Er nimmt sich vor, fortan weniger zu denken und die angebrochene Flasche Whisky neben seinem Bett, dass mehr mit einem rostigen Metallgestell als mit einem Ort der Ruhe gemeinsam hat, würde ihm dabei ganz sicher helfen.

 Schöne Scheiße.

Der Mann in Grau steht im Zimmer, ordentlich streift er sich die Schuhe von den Füßen und stellt sie neben die Tür. Ein Summen erfüllt die Luft, der Boden vibriert fast ein bisschen, ganz zart, man möchte es sich zumindest fast einbilden. Er nimmt seinen Hut ab und hält ihn sich an die Brust. Ohne ein Wort zu sagen alles sagend. O. bebt innerlich.Er fürchtet was da kommt, er weiß es genau.

Nicht auch das noch! Alles nur nicht das!

„Mein alter Freund, lange kennen wir uns schon. Noch bevor geschah, was geschehen musste. Du bist nunmehr so alt wie die Welt selbst und doch bin ich heute bei dir. Es ist nichts mehr da! So höre dieses als letztes: Immer hast du dich gegrämt, lebtest in Angst vor dem was kommen möge. Vieles habe ich dir genommen, doch du erkanntest mein Ansinnen nicht. Nur noch eines kann ich dir nehmen! Befreie dich!“

Und O. war frei.

100911 Geocache


Nach langer langer Zeit hab ich mal wieder einen Geocache versteckt. Meinen neuen Cache 100911 gibts unter den Koordinaten N 48° 52.077′ E 008° 31.267′ zu finden. Und dazu noch folgender Hinweis:

Ihr erblickt eine Lichtung. Drei Altehrwürdige scharen sich um einen Altar. Die beiden an der Seite der verlassenen Brücke, die über den vergessenen Fluss führt, sollen eure Peilung für den vierten sein. Dort werdet ihr durch Steine geleitet und fündig werden.

Für alle die es nicht wissen: Geocaches sind quasi kleine Schatztruhen. Menschen verstecken sie aus Spaß, an der Freude etwas zu finden, oder um auf besondere Plätze aufmerksam zu machen. Die Koordinaten gibts im Internet in diversen Datenbanken, wie z.B. opencaching.de. Manche Caches erfordern das Lösen von Rätseln oder sind einfach direkt dort versteckt, wo auch die GPS Koordinaten hinzeigen. Mitmachen kann jeder der ein GPS Gerät besitzt, heutzutage übernimmt diese Funktion auch gern ein Smartphone.
Wenn man den Cache vor Ort dann gefunden hat darf man sich noch in ein Logbuch eintragen. Manchmal gibts auch kleine Dinge zum Tauschen darin, wie Schlüsselanhänger oder ähnliches, wer will nimmt etwas raus oder legt etwas neues rein.
Zuhause am PC kann man noch auf der Webseite des Caches eintragen, dass man ihn gefunden hat, oder eben nicht. Oder das der Cache wartungsbedürftig ist, so wie mein Alter, der dann zwischenzeitlich aus unerklärlichen Gründen das Zeitlich gesegnet hat. Leute die sich unsicher sind was sie da finden machen wohl Dinge erstmal lieber kaputt, nunja.

Ansonsten ein Spaß für die ganze Familie, für Mountainbiker, Autofahrer, Durchreisende, Sonntagsspaziergänger und alle anderen, die um diese geheimen Verstecke wissen und zufällig oder ganz bewusst vor Ort sind.