trauerspielzeug.de

Category: Gedanken (page 1 of 3)

Juan Enriquez: Will our kids be a different species? (TED)

Achja, die TED Talks sind immer wieder eine Bereicherung und auch eine gute Unterhaltung! Heute entdeckt: Juan Enriquez spricht darüber, warum unsere Enkel oder Urenkel schon eine neue Spezies sein könnten. Er meint das ganz ernst, und so wie er es erklärt, möchte man ihm gerne glauben schenken. Warum nimmt der Autismus so stark zu? Ist das eine Evolution des Gehirns, bei der man zuschauen kann, ausgelöst durch die Flut an Information?

Wie so oft bei guten TED Talks kommt man irgendwann an den Punkt, bei dem man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.

Throughout human evolution, multiple versions of humans co-existed. Could we be mid-upgrade now? At TEDxSummit, Juan Enriquez sweeps across time and space to bring us to the present moment — and shows how technology is revealing evidence that suggests rapid evolution may be under way.

Juan Enriquez thinks and writes about profound changes that genomics will bring in business, technology, and society. His TED Book, “Homo Evolutis,” explores those changes.

Ohne Titel – Kurzgeschichte

(by Fridi)

one day there was a girl
it lived happily together with her grannie
in a nice old comfy house

her grannie was not normal
she was a piano

and every day the girl had to play for an hour so that the piano woul let her take some food out o it
usually she got carrots

(that explains her good eyes)
yeah
but some day
a crazy (really freaked out) person came to that house
(no names…)^^

aaaaaaaand
this huge mean man went up to that girl and….

stole her imaginary teddy bear

then he took an axe

destroyed the piano cos he had a childhood trauma of being forced to play piano
and then turned into a frog cos the curse that had been put on him was lifted when he killed the nice old grannie of the girl

so
at th end the girl took the frog and tossed it evry day against the wall in hope to get back the evil man so that she could bring him to court
but it didn’t work out….
so since generations her family now has this little cutie frog with them
and it’s thrown against the wall evry single day

~the end~

Henry Markram builds a brain in a supercomputer.

Henry Markram spricht über unser Gehirn. Sehr philosophisch, sehr anregend, einiges zum Nachdenken! Für Biologen und Ingenieure gleichermaßen. In den letzten Minuten legt er noch ne Schippe drauf und zeigt, was passiert, wenn man 10000 Neuronen simuliert und diese mit einem Bild stimuliert. Inzwischen arbeitet er und viele andere im Blue Brain Project mit Intel zusammen, um im Laufe der nächsten Jahre einen Exascalecomputer mit diesem Wissen zu füllen und mehr Neuronen zu simulieren.

Henry Markram says the mysteries of the mind can be solved — soon. Mental illness, memory, perception: they’re made of neurons and electric signals, and he plans to find them with a supercomputer that models all the brain’s 100,000,000,000,000 synapses.

Über den inflationären Gebrauch der Wörter Liebe und Hass.

Ich bitte euch alle: Benutzt nicht so unbedacht die Wörter Liebe und Hass. Beides sind so ausdrucksstarke Wörter, aber nicht alles, oder sogar das meiste, ist es nicht Wert, damit bezeichnet zu werden. Ich merke es an mir selbst: Wie oft sage ich: “Ich liiieeeebe Schwarzwälder Kirschtorte!” oder “Ich hasse Montage!”. Aber mit beidem mache ich es mir viel zu einfach.

Die Sprache ist etwas wundervolles und wir sollten ihre Nuancen in Ehren halten. Alles andere wirkt unglaubwürdig. Also ich tät die Schwarzwälder bestimmt nicht heiraten und werde auch keinen persönlichen Rachefeldzug gegen Montage führen.

Wenn ganz links der Hass ist und ganz rechts die Liebe, dann hat es dazwischen unendlich, überabzählbar viele Abstufungen, wir müssen uns nur angewöhnen, sie wieder zu verwenden.

Und zwischen jedem Strich können beliebig viele weitere Einteilungen gemacht werden, jeder wie er es mag.

Wir sind so an Superlativen jeglicher Art gewöhnt, dass sich ein “Ich kann Montage überhaupt nicht leiden!” einfach nach nichts anhört, nach einer schwachen Aussage. Aber nach dem Superlativ, dem Hass, was sollte da noch kommen, für den Fall, dass man etwas wirklich noch weniger als Montage mag (was vorkommen soll!)?  Hyperlativ? Genau das bürgert sich ja gerade ein: Boah, Gurken hass’ ich echt mega ultra!

Soetwas beginnt mich zusehends zu stören, auch an mir. Aber wenigstens fällt es mir inzwischen auf, wenn ich so daneben gelangt habe. Benutzen wir solche Wörter doch dann, wenn es sich wirklich lohnt, dadurch wird ihre Bedeutung wieder größer. Es muss etwas besonderes sein, wenn man etwas oder jemanden liebt. Es sollte die Ausnahme sein zu hassen. Wer die Wörter ständig verwendet, weiß sich im Zweifelsfall dann überhaupt nicht mehr zu helfen, was er jemandem sagen sollte, wenn er ihn wirklich liebt.

Also merken:
In einer 1 dimensionalen Emotionsskala gilt für die konträren Emotionen Hass und Liebe:

\displaystyle \lim_{n \to -\infty} n=Hass ~;~ n\hat{=} Emotion

und

\displaystyle \lim_{n \to \infty} n=Liebe ~;~ n\hat{=} Emotion