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1024mb – Glitch (in my brain…)

“The Glitch in my brain is driving me insane” – eine fabelhafte Textzeile, die sich auf unglaublich parasitäre Art und Weise in mein Gehirn gebohrt hat und da nun nicht mehr weg will. Ein Lehrstück für experimentelle Musik!

Die allseits beliebte Wikipedia spuckt für “Glitch” so allerhand aus:

Glitch [glɪtʃ] besitzt folgende Bedeutungen:

  • ein Genre der elektronischen Musik, siehe Glitch (Musik)
  • eine temporäre Falschaussage in logischen Schaltungen, siehe Glitch (Elektronik)
  • ein Bild- und/oder Tonfehler eines Videos, siehe Glitch (Media)
  • Programmierfehler in Computerspielen, die interne Regeln außer Kraft setzen, siehe Computerspieler-Jargon

Und auf wunderbare Art und Weise trifft alles auf dieses Video zu! Minimale elektronische Rhythmen, die beabsichtigten Bildaufbauaussetzer und die tollen Anspielungen auf alte Spiele. Übrigens: Wer erkennt alle Videospiele auf die im Video angespielt wird? Kommentar bitte!

Ich will die “alten Zeiten” nicht nostalgisch verklären wie so viele, aber dieses Video sprüht einfach diesen Retrocharme (Unwort!) aus, wie ihn viele zu imitieren versuchen, es aber nicht schaffen. Die 8Bit Stimme, die stets nur diese eine Liedzeile künstlich aufsagt und wiederholt und dazu die unglaublich verpixelten Bilder die am Auge vorbeiziehen. Wunderbar. Dieses Video braucht unbedingt mehr Aufmerksamkeit!

Dieses Video beweist so manches: Ein Lied braucht nicht viel Text um zu wirken. Ein Lied benötigt nicht viel Instrumente um zu funktionieren. ein Lied benötigt einen starken, treibenden Rhythmus. Ein Video kann ein eigentlich monotones Lied zu einem Gesamtkunstwerk und Kurzfilm machen, einer Synergie aus Film und Ton. Ein Video muss nicht in HD Qualität produziert werden um ein Augenschmaus zu sein.

Schon lange hab ich kein so tolles Musikvideo mehr gesehen, und da ihr nun bestimmt schon heiß darauf seid dass zu sehen worüber der Marc jetzt so viel Zeug schreibt, hier bitte:


Leslie Wai auf MySpace

[via]